intersonanzen.brandenburgisches fest der neuen musik 2017

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Kategorie: Ausstellungen

intersonanzen.brandenburgisches fest der neuen musik 2017

intersonanzen.brandenburgisches fest der neuen musik 2017

27.-29. Oktober 2017  
in der Landeshauptstadt Potsdam…  Kunsthaus sans titre, Französische Straße 18

…und anschliessend im Land Brandenburg in Schwedt (9.11.), in Eberswalde (16.11.) und in Cottbus (21.11.)


ZWISCHEN.TÖNE

Unter Zwischentönen verstehen wir gemeinhin, was zwischen den Worten gesagt wird, etwas, das mitklingt, ohne ausdrücklich ausgesprochen zu werden – oft aber ungleich wichtiger ist als der offenkundige Wortlaut. Um Zwischentöne zu verstehen, ist große Aufmerksamkeit erforderlich. In diesem feinen Bereich des zeitgenössischen Musikschaffens bewegt sich das musikalische Programm des diesjährigen >intersonanzen<-Festivals des Brandenburgischen Vereins Neue Musik e.V. gemeinsam mit dem Landesmusikrat unseres Bundeslandes und lädt dazu ein, mit Vergnügen und genau hinzuhören.

 

In der traditionellen Musik unterscheidet man zwischen Konsonanz und Dissonanz, aber gibt es nicht auch etwas dazwischen? Ist dieser Zwischenbereich vielleicht sogar inhaltlich-klanglich besonders interessant? Diesen Fragen möchte >intersonanzen< 2017 nachgehen und dabei den Festival-Besucher_innen ungewohnte und berührende musikalische Ereignisse präsentieren.

Es geht hierbei nicht nur um die Zwischentöne in den Werken der klingenden Kunst selbst, sondern auch um das, was zwischen den Menschen passiert, die beteiligt sind. Was geschieht zwischen den Musiker_innen während der Proben und der Aufführung? Was zwischen dem Dirigenten und dem Ensemble, den Komponist_innen und den Interpret_innen? Was geschieht im „heiligen Moment“ der Klangwerdung im Konzert zwischen den Musiker_innen und dem daran teilhabenden Publikum – für das ja schließlich das Ganze inszeniert wird? Aber das künstlerische Beziehungsgeflecht beginnt noch viel früher. Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Schöpfer_in und Werk im Schaffensprozess? Und was geschieht zwischen den Tönen und Klängen eines Werkes selbst? All diesen Fragen wollen wir nachgehen im hörenden Erleben und im Darüber-Sprechen.

Nicht zuletzt beschäftigt uns bei der Programmgestaltung auch die Frage, welche Beziehungen zwischen den einzelnen Ereignissen und Formaten im Festival entstehen. Wir entwickeln einen Parcours der zeitgenössischen klingenden Kunst, der es sinnvoll und attraktiv macht, möglichst alle Veranstaltungen der >intersonanzen< zu besuchen, da jeweils eine Veranstaltung die anderen kommentiert und kontrapunktiert.

 

Alle Konzerte sind kuratiert und bespielen jeweils einen bestimmten Aspekt des Gesamtthemas „ZWISCHEN.TÖNE“. Hierfür gab es im Vorfeld eine Ausschreibung unter den Schöpfer_innen Neuer Musik im Land, für die einzelnen Konzerte und für die Klangkunst-Ausstellung neue Werke zu schreiben. Auf diese Weise entsteht die BVNM-typische, ganz besondere Mischung neuester Kompositionen aus Brandenburg in Beziehung zu internationalem Repertoire. Hierbei werden zum ersten Mal konzeptionell und dramaturgisch auch Klangkunstwerke und Partituren einbezogen.

 

Jede Veranstaltung beinhaltet eine kurze Gesprächsrunde der beteiligten Künstler_innen, in der die präsentierten Werke in Beziehung zum Thema gesetzt werden. Das Publikum wird immer in die Diskussion einbezogen und kann durch Fragen oder Anmerkungen in den Dialog eintreten.

Orte: Kunsthaus sans titre – Französische Str. 18, 14467 Potsdam (www.sans-titre.de) – das ganze Haus wird mit Konzerten, Performances, Gesprächsrunden und einer Ausstellung bespielt / Uckermarkische Bühnen Schwedt (16.11.2017) / Paul-Wunderlich-Haus Eberswalde (18.11.2017) / Universität Cottbus Kulturhaus Dieselkraftwerk (21. November)

Veranstalter: Brandenburgischer Verein Neue Musik e.V. in Kooperation mit dem Landesmusikrat Brandenburg.

Künstlerische und organisatorische Leitung: Thomas Gerwin – info@neue-musik-brandenburg.de Telefon: 030-39741734

Intersonanzen-Team 2017: Irina Emeliantseva, Volker Freidel, Ralf Hoyer, Dr. Gabriel Iranyi, Dr. Bernhard Reichenbach, Sabine Vogel, Hanna Weißgerber

 

Gastländer 2017: Kanada und Österreich

 

Schirmherrin: Frau Ministerin Dr. Martina Münch, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Medienpartner:  Kulturradio vom RBB Logo Kulturradio RBB und Potsdamer Neueste NachrichtenLogo PNN 

 

>intersonanzen< 2017 wird gefördert durch das MWFK Land Brandenburg, Referat Kultur, durch die Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Kultur und Museum, den Deutschen Musikfonds, den Landkreis Uckermark, die Stadt Eberswalde und die Stadt Cottbus.

 

 

PROGRAMM

 

Freitag, 27. Oktober

[01] 19:30 „Klang im Raum“ (Eröffnung Festival und Klangkunst-Ausstellung)

Festival-Eröffnung durch Staatsekretärin Dr. Ulrike Gutheil (MWFK), OB-Beigeordnete Noosha Aubel (Stadt Potsdam) und Prof. Dr. Ulrike Liedtke (LMRB)

Klangkunstwerke + Partituren von Irina Emeliantseva, Thomas Gerwin, Ralf Hoyer, Hermann Keller, Stefan Lienenkämper, Benoit Maubrey, Giordano Bruno do Nascimento, Alex Nowitz, Sabine Vogel, Lothar Voigtländer – Vorschlag von Thomas Gerwin, betreut durch: Sabine Vogel

Wie verhalten sich klingende und audiovisuelle Werke zueinander, wenn sie zu einer begehbaren Landschaft angeordnet werden? Wie verändert sich die Wahrnehmung der Besucher_innen, wenn sie komponierten Klang nicht stringent sukzessive, sondern quasi simultan präsentiert  bekommen?

 

[02a] 20:30 „Zeit-Lauf“ LUX:NM         

Ruth Velten (Saxophon), Florian Juncker (Posaune), Silke Lange (Akkordeon), Lucy Railton (Violoncello), Malgorzata Walentynowicz (Keyboard, Toy-Piano)spielen Werke von Ralf Hoyer UA, Peter Köszeghy UA, Alex Nowitz UA, Arne Sander u.a.  – Vorschlag von und betreut durch: Ralf Hoyer  

Dieses Programm wird insgesamt 3x an drei verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten gespielt. Wie verändert sich ein Programm, während eines dreiteiligen, zeitlich auseinanderliegenden Zyklus‘? Wäre eine, evtl. auch nur minimale, ästhetische Veränderung im Lauf dieser Zeit den Werken abträglich oder ist sie vielleicht sogar intendiert?

 

[03] 22:00 „Zungen, freischwingend“

Solo-Konzert mit Neza Torkar (Akkordeon) in Kooperation mit „Kulturfeste Brandenburg“

Werke von Jan Cyz UA, Giordano Bruno do Nascimento UA, Andreas Staffel PE, Taymur Streng UA  – Vorschlag: Christoph Wichtmann, betreut durch: Volker Freidel

Eine fulminanter Solo-Abend, bei dem die ganze Musik zwischen den beiden bespielten Seitenzügen des Akkordeons entsteht – evtl. eingebettet und befeuert von elektroakustischen Klängen im Raum.

 

Samstag, 28. Oktober > („Langer Samstag“)

[04] 18:00 „Generationen“ Preisträgerkonzert von „Jugend komponiert“ in Kooperation mit dem Landesmusikrat – Werke für Viola, Englischhorn, Trompete und Klavier. Simon Strasser (Englischhorn), Nathan Plante (Trompete), Nikolaus Schlierf (Viola), Nadezda Tseluykina (Klavier)

Vorschlag: Thomas Gerwin, betreut durch: Irina Emeliantseva

Wir wissen noch nicht, welche jungen Komponist_innen als Preisträger ausgewählt werden, aber wir wissen schon jetzt, daß in diesem Konzert interessante Verbindungen und Begegnungen zwischen verschiedenen Generationen und Näherungsweisen an die klingenden Künste stattfinden werden.

 

[05] 20:00 „Bremer Schlagzeug Ensemble“ (Quartett) unter der Leitung von Prof. Olaf Tzschoppe mit Werken Brandenburgischer und internationaler Komponist_innen

Bremer Schlagzeug Ensemble mit Hsin Lee, Moritz Koch, Lukas Kuhn, Prof. Olaf Tzschoppe (Leitung)

Werke von Sunjoo Cho UA, Georg Katzer UA, Jan Messtorff UA, Ulrich Pogoda UA, Sebastian Stier UA, Lothar Voigtländer UA und Helmut Zapf UA   – Vorschlag: Helmut Zapf, betreut durch: Volker Freidel

Das moderne Schlagzeug verfügt über eine unerhörte Fülle unterschiedlichster Klänge im Bereich zwischen Klang und Geräusch und bietet damit ganz besondere neue musikalische Hörerfahrungen

                                              

[06] 22:00 „Wege und Umwege“

Konzert mit dem ‚Ensemble via nova Weimar‘ Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Akkordeon

Marianna Schürmann (Flöte), Moritz Schneidewendt (Klarinette), Nikita Geller (Violine), Daniel Gutierrez (Violoncello) und Neza Torkar (Akkordeon) Werke von Volker Freidel, Johannes Hildebrandt UA, Hermann Keller,  Henry Mex UA, Gisbert Näther UA, Susanne Stelzenbach – Vorschlag: Susanne Stelzenbach, betreut durch: Gabriel Iranyi

Ein Konzert eines im Wandel befindlichen Ensembles. Inwieweit und wie beeinflussen die neuen Werke, die für dieses Konzert einstudiert werden, die ästhetische Entwicklung und den Gruppenprozess der jungen Musiker_innen bei der Ensemble-Bildung? 

 

[07] 00:00 „Real Virtuality“

Tele-Konzert mit elektroakustischer Musik und kammermusikalischer bzw. solistischer Besetzung + Tanz als Simultan-Konzert via Internet mit dem „DisPersionLab“ der York-University Toronto

Mit dem intersonanzen STREAM Ensemble: Ivo Berg rec, Reinhard Gagel p/moog-synt, Thomas Gerwin banjo/electr/Ltg., Dietrich Petzold Vl/Vla, Sabine Vogel (fl/soundpainting) und dem „ElectroAcousticOrchestra“ des „DisPersionLab“ der York-University Toronto  (Ltg. Doug van Nort) Werke von Thomas Gerwin, John Rausek UA, Doug van Nort UA und Sabine Vogel UA  – Vorschlag von und betreut durch: Thomas Gerwin

An diesem Abend entsteht die klingende Kunst im Wechselspiel zwischen Musiker_innen an zwei weit auseinander liegenden Orten mit unterschiedlichen Tageszeiten. Die Kommunikation ist eine nonverbale, sie beruht auf vorherigen Absprachen und nur einer Probe und wird außerdem noch durch die technisch bedingte Qualität und evtl. leichte Verzögerung auf dem weiten Weg von Potsdam nach Toronto und zurück beeinflusst. Wie mit neuen kommunikativen Möglichkeiten eine anspruchsvolle experimentelle Musikalität entsteht, soll dieses Nachtkonzert zeigen.

 

Sonntag, 29. Oktober

[08] 10:00 „Soundwalk“ mit Dr. Michael Schenk
Klangspaziergang zu ausgewählten Orten in Potsdam
Anmeldung unter: info@neue-musik-brandenburg.de

 

[09] 12:00 „Komponisten-Performer“

Komponist_innen spielen und besprechen eigene Werke

Werke von und mit Irina Emeliantseva PE, Hubert Kross UA und Frank Petzold UA  – Vorschlag und betreut durch: Irina Emeliantseva        

Normalerweise geht die reale Evokation, die Klangwerdung eines (neuen) Werkes immer noch den Zwischenschritt der Interpretation und der Auseinandersetzung von Komponist_in und Interpret_innen. Wie verändert sich der ‚Weg zwischen Kopf und Konzertsaal‘ wenn dieser Zwischenschritt wegfällt und KomponistInnen ihre Werke selbst interpretieren?

 

[10] 14:00 „Interferenzen“ ARON-QUARTETT (Österreich)

Georg Hamann (vla), Barna Kobori (vl), Ludwig Müller (vl), Christophe Pantillon (vc) spielen Werke von Albert Breier UA, Gabriel Iranyi, Jörg Ulrich Krah UA und Stefan Lienenkämper UA – Vorschlag  von und betreut durch: Dr. Gabriel Iranyi

Der besondere, kraftvolle und ausdrucksstarke ‚Sound‘ eines Klangkörpers aus Streicher_innen entsteht zum nicht unwesentlichen Teil aus der individuellen Intonation, den fast unhörbaren minimalen Schwebungen der einzelnen Spieler_innen untereinander. In diesem Konzert liegt also der Fokus neben der mitreißenden Musik auf dem mikroskopisch feinen Bereich zwischen den Tönen.

 

[11] 16:00 „Körper-Kontakt“

Konzert mit den „Audio-Ballerinas“ von Benoit Maubrey  Vorschlag: Thomas Gerwin, betreut durch: Sabine Vogel

Benoit Maubreys „Audio-Ballerinas“ werden mit ihren speziell ausgestalteten und ausgestatteten elektroakustischen „Tütüs“ Klänge aus der Ausstellung herausholen, draußen im Hof oder im unteren Bereich des Kunsthauses transformieren und diese Transformationen wieder mit den originalen Klängen konfrontieren. Ein Konzert zwischen Innen und Außen anhand des Spiels der Performer_innen mit-/zwischen-/untereinander.

 

Donnerstag, 16. November

[02b] 19:30 Uhr Uckermärkische Bühnen Schwedt „Zeit-Lauf“ Ensemble LUX:NM (s.o.)

Vorschlag von und betreut durch: Ralf Hoyer  

 

Samstag, 18. November

[02c] 11:00 Uhr Paul-Wunderlich-Haus Eberswalde in Kooperation mit „Guten Morgen, Eberswalde“ „Zeit-Lauf“ Ensemble LUX:NM (s.o.)

Vorschlag von und betreut durch: Ralf Hoyer   

Vorverkauf:
PNN-Shop
Wilhelm Galerie (2.OG)
Platz der Einheit 14
14467 Potsdam
Mo-Fr: 10-18 Uhr
0331-23 76 222

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